Wie Schmerzkliniken chronische Schmerzen dauerhaft therapieren

Wie Schmerzkliniken chronische Schmerzen dauerhaft therapieren

Schmerzen sind nie angenehm. Betroffene sollten ihnen immer auf den Grund gehen. Ansonsten kann die Schmerzursache schnell oder auch über einen längeren Zeitraum zu einem noch größeren Problem heranwachsen. Der Weg in eine Schmerzklinik lässt sich manchmal nicht vermeiden. Durch mehrere verschiedene Therapieansätze kann ein solcher Aufenthalt aber für große Erleichterung sorgen.

Wie Zahnschmerzen lindern?

Schmerzen im Kieferbereich oder an den Zähnen können das Leben z.B. extrem einschränken. Hier gibt es aber zunächst einige Hilfsmittel, die unter Eigenanwendung hilfreich sein können. Egal, um welche Ursache es sich gerade handelt, Kälte verschafft bei Zahnschmerzen erste Linderung. Das klingt zwar simpel, aber kalte Kompressen oder gelutschtes Eis an den entsprechenden Stellen sollten den schlimmsten Schmerz erst einmal betäuben. Weitere hilfreiche Mittel sind Gewürznelken oder Salbeitee, die beide eine desinfizierende und schmerzlindernde Wirkung haben. Hier findet ihr weitergehende Infos: Ratgeber Zahnschmerzen.

Schmerzklinik: Was ist das?

Für dauerhafte Leiden, die das Leben zunehmend einschränken, sollten sich Betroffene jedoch an die sogenannten Schmerzkliniken wenden. Diese Kliniken nehmen sich Patienten an, die unter anderem folgenden Beschwerden leiden:

  • Kopfschmerzen
  • verschiedene Nervenerkrankungen
  • Rheuma
  • Rückenbeschwerden
  • Störungen der Durchblutung
  • chronische Schmerzen nach Operationen
  • Schmerzen während einer Krebserkrankung

Warum eine Schmerzklinik?

Normalerweise wird der Gang in eine Schmerzklinik als eine letzte Station angesehen. In den meisten Fällen geht bereits eine Behandlung einer Krankheit voraus oder Versuche, Schmerzen auf einem ambulanten Weg zu therapieren. Auch wenn der Patient austherapiert ist, schlagen diese Behandlungsmethoden nicht immer an. Manchmal werden die Schmerzen sogar so schlimm, dass eine stationäre Behandlung in der Schmerzklinik der einzige Ausweg ist.

Schmerzklinik: Was wird dort gemacht?

In der Schmerzklinik wird eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt, die den Patienten bestmöglich weiterhelfen sollen. Einige davon können sogar in den Alltag nach der Therapie integriert werden:

BehandlungWas wird gemacht?
SchmerztagebuchAuch wenn es schwierig sein kann, die Schmerzen genau zu definieren, hilft ein sogenanntes Schmerztagebuch bei der Therapie. Hier tragen Patienten ein, um welche Art von Schmerzen es sich genau handelt, wie lange dieser Schmerz andauert, zu welchen Zeiten die Schmerzen abklingen und welche Medikamente zur Linderung eingenommen werden. Die behandelnden Ärzte analysieren dieses Tagebuch stetig, damit sie die Schmerztherapie immer wieder anpassen und optimieren können.
SchmerzmittelViele Patienten kämpfen schon seit Jahren mit Schmerzen und nehmen entsprechend lange Schmerzmittel ein. Die Mittel sind zwar hilfreich, können allerdings Nebenwirkungen hervorrufen und schnell zur Gewohnheit werden, sodass Patienten immer mehr Medikamente einnehmen müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Deswegen kommt es zunächst zu einer Entwöhnung, bei der eine hohe Medikamentendosis wieder auf eine notwendigen, aber immer noch effektive Dosis reduziert wird.
PhysiotherapieZu der Behandlung der Leiden der Patienten gehören auch Massagen, Krankengymnastik sowie Bäder, Moorbäder, Fango- und diverse andere physische Therapiemöglichkeiten, die dem Körper gegen die Schmerzen helfen.
Natürliche HeilpraktikenNeben den konventionellen Schmerzmitteln werden auch natürliche Heilverfahren wie z.B. die chinesische Akupunktur eingesetzt, um den Energiefluss und die Selbstheilung des Körpers zu fördern.
ErnährungAuch eine gesunde Ernährung kann bei einem schmerzfreien Leben helfen. Dazu werden in der Regel in Schmerzkliniken Ernährungskurse angeboten, sodass Patienten eine gesündere Ernährung leichter in ihren Alltag integrieren können.

Tabelle: Schmerzkliniken konzentrieren sich nicht auf kurzfristige und oberflächliche Behandlung der Schmerzen. Die Mitarbeiter begeben sich auf die Suche nach den Ursachen und behandeln diese entsprechend mit einer Kombination verschiedener Methoden. Diese dienen weiterhin dazu, das Leben der Patienten auf eine Weise dauerhaft zu verändern, um ein möglichst schmerzfreies Leben zu führen.

Psychologische Behandlungen und Entspannung

Physische Schmerzen – insbesondere die Schmerzen, die Patienten über Jahre begleiten – haben auch negative Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen. Angst, Depressionen und Schlafstörungen können die Folge sein. Hinzu kommt oftmals sogar eine von den Schmerzen verursachte Arbeitsunfähigkeit, die zusätzliche Belastungen auf die Patienten ausübt. Eine individuelle Beratung durch einen Psychologen in Kombination mit einem entsprechend ausgebildeten Personal hilft dabei, schmerzverursachende Situationen zu vermeiden und den Weg in ein lebenswertes Leben, und vielleicht sogar in die Arbeit, zurückzufinden. Hierzu gehören auch diverse Entspannungstherapien wie Hypnose oder Autogenes Training, das Patienten in ihren späteren Alltag übertragen können.

Wer einen direkten Kontakt sucht, der kann sich direkt bei der deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin melden.

Bildquelle: Africa Studio – 648345913 / Shutterstock.com

5. Oktober 2018 / von / in ,

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